DGBM Jahrestagung 2026

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien findet vom Mittwoch, 24. September, bis Samstag, 26. September 2026, im Universitätsklinikum der RWTH Aachen statt. Die Konferenz wird von Prof. Horst Fischer organisiert und es sind Prof. Lorenzo Moroni, Prof. Laura De Laporte, Dr. Kai Melde sowie Prof. Adrian Ranga als Plenarsprecher angekündigt. Zusätzlich wird am Tag vor dem Kongress, also am Mittwoch, 23. September 2026, in Zusammenarbeit mit der YFS ein Biofabrikations-Workshop organisiert.

DGBM Jahrestagung 2025

 Die Jahrestagung 2025 der DGBM fand vom 9. bis 11. Oktober 2025 am Centre for Regenerative Therapies Dresden statt. Elf Jahre nach der letzten Dresdner Austragung wurde die Konferenz unter anspruchsvollen Bedingungen innerhalb von nur sieben Monaten neu organisiert und überzeugte durch eine hervorragende Durchführung sowie ein wissenschaftlich vielseitiges Programm. Das Themenspektrum reichte von Biofabrikation und Polymermaterialien bis hin zu in-vitro-Modellen und regenerativen Therapien.


Diese Breite ermöglichte sowohl vertiefte Einblicke in bekannte Forschungsfelder als auch Impulse aus neuen, interdisziplinären Bereichen. Jeder Konferenztag begann mit einem hochkarätigen Plenarvortrag: Jos Malda stellte biomaterialbasierte Strategien zur funktionellen Geweberegeneration vor, Cecilia Persson präsentierte additive Fertigungsansätze für magnesiumbasierte, biodegradierbare Metalle und João F. Mano gab Einblicke in die Biomaterialisierung von Zellen. Die anschließenden Diskussionen förderten einen intensiven wissenschaftlichen Austausch. Ein besonderer Fokus lag auf der Nachwuchsförderung. Poster-Sessions boten jungen Forschenden eine Plattform für Präsentation und Vernetzung.


Ergänzt wurde dies durch das Young Scientist Forum, das Laborbesichtigungen, Kurzvorträge und eine Keynote von Tilman von Strauwitz zur Überwindung translationaler Hürden umfasste. Eine Podiumsdiskussion mit Petra Kluger und Cornelia Lee-Thedieck bot wertvolle Orientierung zur akademischen Karriereentwicklung. Insgesamt erwies sich die DGBM-Jahrestagung 2025 als wissenschaftlich exzellent, interdisziplinär inspirierend und nachhaltig wirksam für Vernetzung, Nachwuchsförderung und zukünftige Entwicklungen in der Biomaterialforschung.

DGBM Jahrestagung 2024

Die Jahrestagung 2024 der DGBM fand vom 10. bis 12. Oktober 2024 in Berlin statt und stellte erneut ein zentrales Forum für den interdisziplinären Austausch in der nationalen und internationalen Biomaterialforschung dar. Die Tagung brachte Forschende aus Materialwissenschaften, Chemie, Biologie, Medizin und Ingenieurwissenschaften zusammen und reflektierte eindrucksvoll die dynamische Weiterentwicklung des Fachgebiets. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Ansgar Petersen (Berlin Institute of Health at Charité), Nan Ma (Institut für Chemie und Biochemie) sowie Cécile Bidan (Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung). Das Konferenzteam gestaltete ein wissenschaftlich anspruchsvolles Programm, das aktuelle Fragestellungen ebenso adressierte wie Perspektiven der Biomaterialforschung.

 

“2024 ANNUAL MEETING of the German Society forBiomaterials in Berlin, Germany”

10.-12.10.2024

Organiser

German Society for Biomaterials (DGBM) e. V.

 

Conference Chairs

  • Prof. Dr. Ansgar Petersen, Berlin Institute of Health at Charité
  • Prof. Dr. Nan Ma, Institute of Chemestry and Biochemistry
  • Dr. Cécile Bidan, Max Planck Institute of Colloids and Interfaces

DGBM Jahrestagung 2023

“2023 ANNUAL MEETING of the German Society for Biomaterials in Jena, Germany

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien (DGBM) fand vom 14. bis 16. September 2023 erfolgreich in Jena statt und brachte rund 220 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter etwa 100 Promovierende, aus dem In- und Ausland zusammen. Bereits am Vortag bot das Young Scientist Forum ein vielseitiges Programm für Nachwuchsforschende mit Laborführungen, einem Keynote-Vortrag zur effektiven Wissenschaftskommunikation sowie Kurzvorträgen und Preisverleihungen. Das wissenschaftliche Hauptprogramm deckte ein breites Spektrum aktueller Biomaterialforschung ab – von additiver Fertigung, Oberflächenmodifikation und Zell-Material-Interaktionen über Infektions- und Antimikrobiellforschung bis hin zu Biofabrikation, Hydrogelen und Organ-on-Chip-Systemen. Hochkarätige Plenarvorträge beleuchteten unter anderem zelluläre Reaktionen auf Materialtopographien, Strategien gegen antimikrobielle Resistenzen, Melt-Electrowriting, bioaktive Gläser sowie biomimetische Ansätze im Sehnen- und Knochengewebeersatz. Poster-Sessions, Rapid-Fire-Präsentationen und eine Industrieausstellung förderten den intensiven wissenschaftlichen Austausch und die Vernetzung. Gesellschaftliche Programmpunkte wie Abendveranstaltungen und das Konferenzdinner rundeten die Tagung ab. Zum Abschluss wurden Preise für die besten Vorträge und Poster vergeben und der nächste DGBM-Kongress für September 2024 in Berlin angekündigt. Insgesamt bot die Jahrestagung einen exzellenten Überblick über den aktuellen Stand der Biomaterialforschung, inspirierende wissenschaftliche Impulse und zahlreiche Gelegenheiten zum Aufbau nachhaltiger wissenschaftlicher Kooperationen.

DGBM Jahrestagung 2022

Die Jahrestagung der DGBM fand vom 15. bis 17. September 2022 in Essen statt und wurde durch einen vorgelagerten Workshop des Young Scientist Forums am 14. September ergänzt. Die Veranstaltung bot ein hochkarätiges Forum für den interdisziplinären Austausch zwischen Grundlagenforschung, translationaler Entwicklung und klinischer Anwendung im Bereich der Biomaterialien. Die wissenschaftliche Leitung der Tagung lag bei Stephan Barcikowski, Matthias Epple, Jochen Salber und Karsten Seidl, die gemeinsam ein inhaltlich breit aufgestelltes und zugleich fokussiertes Programm gestalteten. Unterstützt wurden sie durch einen interdisziplinär besetzten wissenschaftlichen Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften, darunter Bernd Giebel, Mortimer Gierthmühlen, Sebastian Kruss, Christoph Rehbock, Alexander Schramm, Christina Sengstock und Astrid M. Westendorf. Inhaltlich spiegelte die Tagung zentrale Entwicklungslinien der modernen Biomaterialforschung wider. Schwerpunkte lagen auf NanoBio-Materialien, Implantatentwicklung und Zell-Material-Interaktionen ebenso wie auf 3D-Bioprinting, Transfektions- und Targeting-Strategien sowie regenerativer Medizin. Weitere Sessions adressierten biobasierte Biomaterialien, antimikrobielle Strategien, Immunmodulation und die translationale Überführung innovativer Materialkonzepte in klinisch relevante Anwendungen.

DGBM Jahrestagung 2021 Stuttgart /online 

Die eigentlich bereits für 2020 vorgesehene DGBM-Jahrestagung sollte vom 22.-24. 10. 2021 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart nachgeholt werden. Als Tagungspräsident:innen fungierten Prof. Michael Doser (ITV Denkendorf) und Prof. Petra Kluger (FH Reutlingen). Wegen der sich im Vorfeld erneut verschärfenden Covid-19-Infektionszahlen konnte der Kongress aber nicht in Präsenz stattfinden, sondern musste kurzfristig online abgehalten werden. 

DGBM Jahrestagung 2020 Stuttgart (verschoben)

Die Jahrestagung 2020 sollte von Prof. Michael Doser (ITV Denkendorf) und Prof. Petra Kluger (FH Reutlingen) vom 22. bis 24. Oktober im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ausgerichtet werden. Aufgrund der zu dieser Zeit grassierenden Corona-Virusepedemie musste die Konferenz aber abgesagt und auf das Folgejahr verschoben werden. 

ESB Tagung 2019 Dresden

Im Jahr 2019 gab es keine eigenständige DGBM-Jahrestagung, weil die Konferenz der European Society for Biomaterials (ESB) in Deutschland ausgerichtet wurde. Diese fand unter der Leitung von Prof. Michael Gelinsky vom 8.-12. 9. 2019 im Kongresszentrum Dresden statt. Die DGBM-Jahrestagung ist deshalb praktisch in dieser aufgegangen; die jährliche Mitgliederversammlung wurde dort aber abgehalten und die DGBM-Preise verliehen.

DGBM Jahrestagung 2018

Tagungsnachlese

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien fand vom 8.- 10 November im „Forum“ des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig-Stöckheim statt. Über 220 registrierte Teilnehmer nahmen die Gelegenheit war, in 86 mündlichen Beiträgen und 107 Posterbeiträgen die Forschungsarbeiten aus dem Gebiet der Biomaterialien kennen zu lernen. Die Präsentation der Beiträge umfasste insgesamt 13 Vortrags-Sitzungen, die parallel in zwei Hörsälen liefen. Daneben gab es zwei Postersitzungen. Die Konferenzsprache war Englisch. Eine Vortrags-Sitzung und ein vorgeschalteter Workshop „Komplexe Implantate“ wurden von der Forschungsgruppe 2180 „Gradierte Implantate“ organisiert. Dieser Workshop fand am Tag vor der Konferenz in den Räumen des Instituts für Technische Chemie der TU Braunschweig statt. Neun Nachwuchswissenschaftler hörten kurze Übersichtsvorträge zum Thema und konnten in Laborführungen die praktische Umsetzung erfahren. Die Vortragenden waren neben den Professoren Hoffmann, Lenarz und Menzel vor allem auch Doktoranden aus der Forschergruppe, die ganz dezidiert auch über die praktischen Probleme in der Forschung zu Entwicklung von neuen Biomaterialien berichten konnten.


Das Schwerpunktthema der DGBM 2018 waren „Biofilme, Implantat assoziierte Infektionen und Konzepte zu ihrer Vermeidung.“ Weitere Themen der Tagung waren „Biomaterialien“, “Zell-Material-Interaktion“ sowie „Klinische Anwendungen und Translation“. Eine von der Forschungsgruppe 2180 organisierte Sitzung stand unter dem Thema “Implantate für Gewebeübergänge”. Die Themenblöcke wurden durch eingeladene Plenarvorträge international renommierter Sprecher, ergänzt durch vier Keynote-Vorträge von Sprechern aus Deutschland eingeleitet. Die Einladungen waren möglich dank der großzügigen Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (drei internationale Sprecher) und einen Industriesponsor (vier nationale Sprecher). Die Themen der Sitzungen und die Namen der Vortragenden sind der beiliegenden Übersicht zu entnehmen. Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Programmgestaltung auch auf die Einbindung junger Wissenschaftler gelegt und unter anderem eine Plenarsitzung als Young Scientist Forum mit Rapid Fire-Präsentationen durchgeführt. In den kurzen, dreiminütigen Beiträgen konnten die jungen Wissenschaftler ihre Poster einem breiten Publikum vorstellen.



Alle Poster wurden in zwei Postersitzungen präsentiert, in denen jeweils intensiv an den Postern diskutiert wurde. Die besten Poster wurden mit insgesamt 4 Poster-Preisen prämiert. Drei Geldpreise wurden von der Fa. Aesculap gesponsert, ein weiterer Preis von der Open Access Zeitschrift „Applied Sciences“ des MDPI Verlags (Waiver für die Einreichung eines Papers im Wert von 1500 CHF) zur Verfügung gestellt. Die Auswahl erfolgte durch eine fünfköpfige Jury. Bei der Preisverleihung wurden außerdem die Förderpreise der DGBM für die beiden besten Doktorarbeiten vergeben.



Die Abstracts zu den Vorträgen und Postern sind von der Zeitschrift Biomedical Engineering / Biomedizinische Technik veröffentlicht worden:

Die Schwerpunktsetzung für die DGBM 2018 wurde durchweg sehr positiv aufgenommen, weil es sich um ein klinisch sehr wichtiges Thema handelt, wie Herrn Prof. Alt in seiner Keynote Lecture anschaulich und eindrücklich zeigte. Gemeinsam mit den Plenarvorträgen von Frau Prof. van der Mei zu den Biofilmen, die die Ursache der Infektionen darstellen, und den von Herrn Prof. Thissen vorgestellten Konzepten zu ihrer Vermeidung, wurde die ganze Komplexität dieses für Biomaterialien so wichtigen Themas dargelegt. In ähnlicher Weise wurden auch die anderen Themen der Tagung durch Plenarvorträge bzw. Keynote Lectures eingeführt. Aber nicht nur die eingeladenen Vorträge, sondern auch die Beiträge aus der Biomaterial Community und insbesondere von den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien waren von sehr hoher Qualität und zeigten, dass man sich auf diesem Gebiet mit den internationalen Experten messen kann.

Die Jahrestagung 2016 der DGBM war wieder ein exzellentes Forum für Diskussion und Austausch in dem interdisziplinären Feld der Biomaterialforschung. Sie war eine abwechslungsreiche, hochrangig besetzte und gut besuchte Veranstaltung, die nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgreich verlief. Die organisatorische Abwicklung erfolgte in bewährter Weise durch die Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH.


Im Namen der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien möchte ich mich bei der DFG für die finanzielle Unterstützung unserer Jahrestagung herzlich bedanken.



Mit freundlichen Grüßen

Henning Menzel

Conference Chair DGBM 2018

DGBM Jahrestagung 2017

2017 Tagungsnachlese Vom 9. bis 11. November 2017 fand die DGBM-Jahrestagung im Vogel Convention Center in Würzburg statt, organisiert von Prof. Jürgen Groll und seiner Arbeitsgruppe. Mit insgesamt 316 registrierten Teilnehmern aus 17 verschiedenen Ländern war es eine besonders gut besuchte Konferenz. Die Vorträge fanden wie üblich in zwei Sitzungssälen parallel statt und die Themenschwerpunkte waren: Additive Manufacturing, Drug Delivery, Biofabrication, Bioactive Glasses und viele mehr. Neben den Vorträgen wurden 144 Poster in zwei Sessions vorgestellt; zudem präsentierten sich insgesamt 11 Firmen für Labor- und Messinstrumente an Ständen als auch in technischen Vorträgen.

DGBM Jahrestagung 2016

Aachen, 29.09. - 01.10.2016

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien fand vom 29. September bis 1. Oktober 2016 im neu errichteten Professor Pirlet-Hörsaalgebäude der RWTH Aachen statt.  Über 200 registrierte Teilnehmer nahmen die Gelegenheit war, in 109 mündlichen Beiträgen und 57 Posterbeiträgen die Forschungsarbeiten aus dem Kreis der DGBM-Mitglieder kennen zu lernen. Die Präsentation der Beiträge umfasste insgesamt 14 Vortrags-Sitzungen, die parallel in zwei Hörsälen liefen. Daneben gab es zwei Postersitzungen. Zwei Vortrags-Sitzungen wurden von unserer Schwestergesellschaft, der Niederländischen Gesellschaft für Biomaterialien organisiert. Die Beiträge behandelten Biomaterialien, Stammzellen und Tissue Engineering, Zell-Material-Interaktion, Nanoscience sowie klinische Anwendungen. Die Themen der Sitzungen und die Namen der Vortragenden sind der beiliegenden Übersicht zu entnehmen. Jede Sitzung wurde durch einen eingeladenen Plenarvortrag eines international renommierten Englisch-sprachigen Sprechers eingeleitet. Die Einladungen waren möglich dank der großzügigen Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (vier Sprecher), das Stammzellnetzwerk NRW und die Europäische Gesellschaft für Biomaterialien (je ein Sprecher). Die Vorträge fanden durchweg sehr positive Resonanz, da sie erkennbar den Stand der Forschung darstellten. Die Vorträge aus dem Kreis der DGBM-Mitglieder wurden von den Sitzungsvorsitzenden beurteilt und die besten Vorträge aus jeder Sitzung wurden zur Einreichung wissenschaftlicher Artikel zur Publikation in der open access Zeitschrift »BioNanoscience« (de Gruyter-Verlag), dem offiziellen Organ der DGBM, eingeladen. Die Einreichungen können bis Ende Februar erfolgen, die Beiträge durchlaufen den regulären peer review, sind aber für die Einreicher kostenlos.

Die Poster wurden in zwei Postersitzungen präsentiert. Die besten Poster wurden prämiert. Bei der Preisverleihung wurde außerdem die Förderpreise der DGBM für die beiden besten Doktorarbeiten vergeben. Auf der Mitgliederversammlung der DGBM wurde ein neuer Vorstand gewählt. Ein Konferenz-Dinner fand in der Couven-Halle der RWTH Aachen University statt. Am Tag vor der Konferenz fand in den Räumen des Helmholtz-Instituts für Biomedizinische Technik, des Universitätsklinikums der RWTH Aachen, sowie im ELab der RWTH Aachen ein Workshop zum Thema »Biofabrication« statt. Insgesamt 24 Nachwuchswissenschaftler hörten kurze Übersichtsvorträge zum Thema und führten praktische Übungen zum 3D-Drucken zellbeladener Hydrogele mit Hilfe kommerzieller sowie inhouse entwickelter 3D-Drucksyteme durch.

Die Jahrestagung 2016 der DGBM war eine abwechslungsreiche, hochrangig besetzte und gut besuchte Veranstaltung, die nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgreich verlief. Die organisatorische Abwicklung erfolgte in bewährter Weise durch die Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH.

DGBM Jahrestagung 2015

Tagungsnachlese

Vom 12.-14.11.2015 wurde die diesjährige Jahrestagung der DGBM von Frau Prof. Bernstein in Freiburg ausgerichtet. Der Tagung vorgeschaltet war ein Workshop zum Thema „Implantat-Gewebe- Wechselwirkung“ (siehe Nachlese zum Workshop).

Wie schon in den vergangenen Jahren konnte die Veranstalter sich über viele Anmeldungen freuen: 274 Teilnehmer waren gemeldet. Neben vier Key Note Lectures und vier Übersichtsvorträgen konnten die Teilnehmer anhand von 70 Vorträgen und 86 Postern über die Entwicklungen in der Forschung informieren. Erstmalig sprach der Präsident der Europäischen Biomaterialgesellschaft (ESB), Prof. Matteo Santin (Brighton, UK), auf einer nationalen Tagung. Neben einem Grußwort berichtete er über sein Forschungsthema „Extracellular matrix analogues for tissue regeneration“. Die weitere Key Note Speaker waren Prof. Marc Bohner (Bettlach (CH), „Bone in micropores – change of paradigm in the design of bone graft substitutes“), Prof. Jürgen Rühe (Freiburg, „Tailormade biointerfaces through surface-attached polymer networks”) und – als besonderes Highlight – Prof. Andreas Nerlich (München), der den Teilnehmern einen sehr interessanten Einblick in „Life and death in ancient Egypt – paleo pathology tells about mummies, molecules and medicines“ gewährte. Die Übersichtsvorträge wurden von Prof. Thomas Lenarz (MHH, Hannover, „Herausforderungen im Bereich Biomaterialien aus klinischer Sicht“) und Dr. Katrin Sternberg (Aesculap AG, Tuttlingen, „Herausforderungen im Bereich Biomaterialien aus technologischer/industrieller Sicht“) als Start in das Young Scientist Forum gehalten. Darüber hinaus gab es Beiträge von Prof. Rainer Gadow, Stuttgart („Novel bioceramics for intelligent neuroimplantation“) und Prof. Marc Thielen, Freiburg („Inspirationen aus der Natur für innovative Materialien“).


Wie schon in den vergangenen Jahren waren ca. 1/3 der Teilnehmer Nachwuchswissenschaftler. Ihnen wurde durch das Young Scientist Forum und den ausführlichen Postersitzungen besonders Rechnung getragen. Aus den eingereichten Postern wurden folgende Kollegen als preiswürdig identifiziert: Matthias Schumacher (Dresden): „Komposite aus mesoporösem, bioaktivem Glas und Calciumphosphatzement als Protein Delivery System”, Andreas Schreiber (Freiburg): „Self-Assembled Protein-Based Nanoarchitectures: Functional Biomaterials for in vitro and in vivo Applications” und Bettina Hiemer (Rostock): „Chondrogenic Differentiation of Human Mesenchymal Stem Cells Cultured on Collagen-based Scaffolds enriched with IGF-1-coupled Nanoparticles“. Der Nachwuchspreis des Young Scientist Forums für die beste Kurzpräsentation ging an Carolin Dewald (Jena): „Reduzierte mikrobielle Adhäsion auf nanostrukturierten Biomaterialoberflächen“.


Der Gesellschaftsabend im Deutschen Petershofkeller war wieder einmal ein großer Erfolg. Dazu hat sicher auch die gute Idee, vor dem Galadinner eine Weinprobe zu veranstalten, beigetragen. Entsprechend locker war anschließend die Atmosphäre, so dass im Anschluss an das Essen auch das Tanzbein geschwungen wurde.

DGBM Jahrestagung 2014

Tagungsnachlese

Vom 06. - 08.11.2014 fand die diesjährige Jahrestagung der DGBM im Neubau des DFG-Forschungszentrums und Exzellenzclusters für Regenerative Therapien (CRTD) in Dresden statt. Insgesamt waren für die sehr schöne Tagung 300 Teilnehmer gemeldet. Dies ist wiederum eine kleine Steigerung gegenüber den Vorjahren und zeigt, dass unsere Jahrestagung sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Auch der kurzfristig anberaumte Streik der Lokführer konnte daran zum Glück nichts ändern.


Geoff Richards, der Direktor des AO Forschungsinstituts aus Davos (Schweiz), leitete dann in das wissenschaftliche Programm über. Weiterer Key Note Redner am ersten Tag war Jiang Chang, der extra für diese Tagung vom Shanghai Institute of Ceramics, einem Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, angereist war. Beide referierten eindrucksvoll zu Themen der translationalen Forschung, einem Kernanliegen dieser Jahrestagung.


Wie schon in den vergangenen Jahren waren ca. 1/3 der Teilnehmer Nachwuchswissenschaftler. Ihnen wurde durch das Young Scientist Forum und den ausführlichen Postersitzungen besonders Rechnung getragen. Aus den 150 eingereichten Postern wurden folgende Kollegen als preiswürdig identifiziert: Johannes Wendler (Dresden) für seinen Beitrag „Textilbasierte Sensoren für das Monitoring chronischer Wunden“, Michael Hans (Saarbrücken) für „Copper as an antimicrobial agent for metallic surface design in the healthcare sector” und Andreas Blaeser (Aachen) für „Mikroventil-basiertes 3D-Bioprinting-System zum additiven Aufbau mit lebenden Zellen beladener Alginat-Strukturen“.


Am Freitagnachmittag wurden einige der bei dieser DGBM Jahrestagung angenommenen 67 Vorträge auch auf zwei Parallelsitzungen verteilt. Nach einigen anfänglichen interessanten technischen Schwierigkeiten (der Ton der jeweils anderen Sitzung wurde nach nebenan übertragen), konnte man aus vier verschiedenen Themen, die von metallischen und polymeren Biomaterialien über Calciumphosphate bis zu in vitro-Testung und Tissue Engineering reichten, auswählen.


Ein besonderes Highlight war die diesjährige gemeinsame Ausrichtung unserer Jahrestagung mit der Polnischen Gesellschaft für Biomaterialien. Prof. Chlopek, der Vorsitzende, überbrachte Grußworte und eröffnete den Vortragsreigen in der gemeinsamen Sitzung mit dem Transregio-SFB 67 zum Thema Knochenersatz und Matrix Engineering.


Wie üblich auf DGBM Jahrestagungen kam auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz. Die Veranstalter hatten zum Gesellschaftsabend in das Deutsche Hygiene-Museum geladen. Nach einer sehr interessanten Führung, bei der man im Selbstversuch das ein oder andere über die eigene Wahrnehmung lernen konnte, wurde zum Buffet gebeten.


Im Zusammenhang mit der Jahrestagung, sozusagen zur Einstimmung, widmete sich die DGBM auch der Weiterbildung nicht nur des Nachwuchses sondern auch erfahrener Wissenschaftler. Diesmal wurde von Prof. Rammelt am 05.11.2014 ein Workshop zum Thema „Biomaterialien in der chirurgischen Anwendung“ organisiert. Neben den Anwendungen in der Unfallchirurgie und Orthopädie führten seine Kollegen PD Dr. Reißfelder und Dr. Schulz auch in die speziellen Probleme der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ein.


Die praktischen Übungen mit Original-Instrumenten an Modellen für den langen Röhrenknochen und den Kiefer erfreuten sich großer Beliebtheit. Neben nicht allzu blutigen Fallbeispielen bekamen die Zuhörer vor allem sehr viel von der operativen Praxis geboten. Dies konnte dann im praktischen Teil auch handfest selbst erprobt werden. Knochenmodelle wurden durchbohrt und mit Schrauben oder Platten „verarztet“. Wer schon immer einmal nachvollziehen wollte, was der Zahnarzt mit den Zähnen macht, konnte das anhand von Übungsmodellen selber ausprobieren. Die Rückmeldungen waren einhellig so positiv, dass eine Folgeveranstaltung angeboten werden wird.


Regine Willumeit, Geesthacht und Stefan Rammelt, Dresden

DGBM Jahrestagung 2013

Tagungsnachlese

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien, die vom 26.–28.09.2013 in Erlangen stattgefunden hat, war eine besondere Veranstaltung: wir haben den 20. Jahrestag seit der Gründung der DGBM gefeiert. Deswegen gab es neben einem wieder hervorragend ausgesuchten Programm auch verschiedene Ehrungen und Preise, die herausragenden Persönlichkeiten und ihrem Engagement für die DGBM gewidmet waren.


Insgesamt nahmen 282 Teilnehmer an der Tagung teil, etwas mehr als ein Drittel davon waren Nachwuchswissenschaftler, die mit Kurzvorträgen im Young Scientist Forum und in den Postersitzungen um verschiedene Preise wetteiferten. Preisträger in Kategorie "Bester Kurzvortrag" war Frau Nadine Lang (Erlangen) mit dem Thema "Effects of matrix stiffness and steric hindrance on cell migration in 3D". Dieser Preis war mit 300 € dotiert, die von dem ersten DGBM Vorsitzenden, Prof. Groß, gespendet wurde. Die Posterpreise (auch je 300 €) gingen an die Autoren Michael Meyer, Kathleen Seipel, Kathrin Leppchen-Fröhlich, Ina Prade, Alexander Felix, Roland Haseneder, Uwe Repke aus Freiberg für die Arbeit "Sterilisation of collagenous medical products using supercritical carbon dioxide" sowie das Team Susanne Stählke, Friederike Kunz, Andreas Körtge, J. Barbara Nebe aus Rostock für die "Analyse der intrazellulären Kalzium-Mobilisierung in Osteoblasten auf definierter Mikrostruktur". Jonas Daenicke aus Erlangen wurde für das Poster "Resilience of silicone breast implants – new insights by mapping the mechanical properties of implant shells" ausgezeichnet.


Eine Neuigkeit bei dieser Tagung war die Einführung einer Parallelsitzung, um möglichst vielen Rapid Fire-Präsentationen Raum zu geben. Dies war auch nötig, denn aus den 219 eingereichten Abstracts wurden 72 als Vortrag und 147 als Poster ausgewählt – es war wieder ein enges Programm! Dazu kamen noch eingeladene Referenten: Prof. Dietmar Hutmacher (Brisbane/AU), Prof. Peter Fratzl (Potsdam) und Prof. James Kirkpatrick (Mainz). Den Festvortrag anlässlich des 20-jährigen Bestehens der DGBM hielt das Gründungsmitglied und erster Vorsitzender, Prof. Groß. In faszinierender Art und Weise verband er philosophische Aspekte mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus seiner langjährigen Praxiserfahrung.


Während der Mitgliederversammlung wurde die Gelegenheit ergriffen, um langjährige Mitglieder der DGBM für ihre herausragenden Arbeiten aber auch ihr Engagement für die Gesellschaft zu ehren: Prof. James Kirkpatrick (Mainz), Prof. Heinrich Planck (Denkendorf) und Prof. Hartmut Worch (Dresden) wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Turnusgemäß wurde auch ein neuer Vorstand bestimmt: Frau Prof. Nebe (Rostock) und Herr Prof. Worch (Dresden) sind ausgeschieden, Herr Prof. Jahnen-Dechent (Aachen) und Frau Dr. Ewald (Würzburg) neu hinzugekommen. Damit wird die Gesellschaft für die kommenden drei Jahre repräsentiert durch: Prof. Rammelt (Dresden) Vorsitzender, Prof. Jahnen-Dechent stellvertretender Vorsitzender, Prof. Willumeit Schriftführerin, Dr. Ewald Schatzmeisterin und Prof. Epple als Mitglied für besondere Aufgaben.


Neben spannenden Vorträgen und intensiven Diskussionen kam auch in Erlangen die Feierfreude der DGBM Tagungsteilnehmer nicht zu kurz. Der Gesellschaftsabend fand auf Schloss Atzelsberg statt. Hier wurde auch die Gelegenheit genutzt, den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und natürlich den Organisatoren zu danken. Prof. Boccaccini, der sich während der Tagung auch noch im Umzugsstress befand, und sein Team haben eine vorzügliche Tagung zusammengestellt. Nach einem ausgiebigen Abendessen mit regionalen Spezialitäten wurde das Tanzbein geschwungen.


Insgesamt eine rundherum gelungene Veranstaltung, die wieder einmal deutlich macht, dass die DGBM eine ganz besondere Fachgesellschaft mit einer engen Verbundenheit unter den Mitgliedern ist.


Regine Willumeit, Geesthacht

DGBM Jahrestagung 2012

Tagungsberichte

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien (DGBM e. V.) fand im Zeitraum vom 1.–3. November 2012 in Hamburg statt. Als Tagungsgebäude stand die beeindruckende Handwerkskammer der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung. Vor dieser schönen Kulisse wurden insgesamt 68 Präsentationen in sieben Sessions zu aktuellen Themen im Bereich der Biomaterialien in einem atemberaubenden Tempo mit nur wenig Verschnaufpause gehalten. Von den Organisatoren wurden insgesamt 290 Teilnehmer, davon zehn Aussteller, 69 DGBM-Mitglieder, sechs Keynote-Speaker und 101 Studenten registriert.


Am Abend des ersten Veranstaltungstages wurden alle Tagungsteilnehmer zu einem Senatsempfang in das Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg eingeladen und von der zweiten Bürgermeisterin, Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt, die zudem die Schirmherrschaft über die Jahrestagung übernommen hatte, in Empfang genommen. Mit ihrer Rede untermauerte Frau Dr. Stapelfeldt die wichtige Zukunftsrolle der Biomaterialien und motivierte zur interdisziplinären Zusammenarbeit und frühzeitigen fächerübergreifenden Diskussion, um die Aspekte der Forschung, Entwicklung, Produktion und Anwendung in der Klinik besser verstehen und miteinander vernetzen zu können. Nach ein paar kleinen, aber feinen Häppchen ging es dann mit einem Umweg über die Reeperbahn und einem Zwischenstopp in einem „Burger Schnellrestaurant“ zurück in das Hotel, um sich für den nächsten langen Tag auszuruhen.


Pünktlich um 8:30 Uhr ging es dann am nächsten Morgen mit dem Tagungsprogramm weiter. Während am Vormittag in drei Sessions mit 15 Vorträgen die wissenschaftlichen Aspekte, insbesondere der abbaubaren Metalle und des Tissue Engineering, im Fokus standen, fand am Nachmittag neben der DGBM-Mitgliederversammlung das Young Scientist Forum statt, welches bei allen teilnehmenden Doktoranden großes Interesse weckte. Frau Dr. Barbara Hoffbauer zeigte verschiedene Karrierewege für promovierte Naturwissenschaftler auf und motivierte zu mehr Selbstbewusstsein bei Bewerbungsgesprächen.


Abends wurde zu einem Gesellschaftsabend auf den Landungsbrücken auf das historische Segelschiff „Rickmer Rickmers“, gebaut im Jahre 1896, eingeladen. Neben dem Speisesaal gab es zudem auf dem unteren Deck ein Schiffsmuseum mit original erhaltenen Kajüten zu bestaunen. Nach der offiziellen Ansprache von Frau Prof. Willumeit und dem imposanten Buffet tanzten alle Teilnehmer, ob Professor(in), Doktorand(in) oder Angestellte, ausgelassen zu Klassikern wie Macarena, ABBA und auch dem neuen „Gangnam Style“. Hier zeigte sich einmal mehr, wie gut sich die DGBM-Familie auch außerhalb der Wissenschaftslandschaft versteht.


Wenig Zeit für Erholung blieb nicht, denn am nächsten Morgen ging es zeitig um 8:30 Uhr getreu dem Motto „Wer feiern kann, der kann auch arbeiten“ mit den letzten Sessions der Jahrestagung und einer erstaunlich gut gefüllten Handwerkskammer weiter. Abschließend wurden die beste Doktor- und Masterarbeit sowie die besten Poster ausgezeichnet. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien, Herr Prof. Matthias Epple, überreichte Maria Jäckel, Henning Menzel und Anja Lode die Preise für die besten Poster in Höhe von 300 €.


Bevor sich die Teilnehmer auf den Rückweg machten, lud Herr Prof. Aldo Boccaccini zur nächstjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien vom 26.–28. September 2013 in das mittelfränkische Erlangen ein. Auch wenn Hamburg 2012 schwierig zu übertreffen sein wird, machte Prof. Boccaccini mit seiner Ansprache Vorgeschmack auf die fränkische Gastfreundschaft und das interessante Tagungsprogramm.


Gregor Dördelmann und Carola Fischer (Essen)